Wir sind für Sie da!
Die Gastro-Liga ist eine gemeinnützige, unabhängige Organisation von Ärzten und interessierten Laien. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, die Behandlung und Prävention von Erkrankungen des Verdauungstraktes, Störungen des Stoffwechsels und ernährungsbedingter Krankheiten zu verbessern. Daran arbeiten wir mit Engagement und vielfältigen Aktivitäten.
Fast jeder Fünfte in Deutschland ist von Beschwerden bzw. Erkrankungen dieser Art betroffen. Wir wollen diesen Menschen helfen, ihre Krankheit besser zu verstehen und so mehr Lebensqualität zu gewinnen. Wenn auch Sie oder Ihnen Nahestehende betroffen sind oder Sie sich aus anderen Gründen informieren möchten, sollten Sie uns näher kennenlernen.
Gesundheitstelefon der Gastro-Liga
Patienten fragen - Ärzte antworten
Nächster Termin: 1. Juli 2026, 18:00 - 20:00 Uhr
Haben Sie Fragen zu Erkrankungen der Verdauungsorgane und deren Diagnostik und Behandlung? Am Gesundheitstelefon der Gastro-Liga beantworten wir Ihre Fragen. Ob Reizmagen/-darm, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Gallensteine oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die Fachärztinnen und Fachärzte der Gastro-Liga beantworten alle Fragen rund um Magen, Darm, Leber, Stoffwechsel und Ernährung. Ihre Frage betrifft Kinder und Jugendliche? Hier gibt speziell eine Kinder-Gastroenterologin oder ein Kinder-Gastroenterologe Auskunft.
Am 1. Juli 2026 sind die Fachärzte von 18:00 – 20:00 Uhr für Sie da. Rufen Sie an unter der Telefonnummer 0641-97481-20 mehr
Aktionstag "Chronisch entzündliche Darmerkrankungen" 2026
Entzündungshemmende Ernährung & aktuelle medikamentöse Therapie im Fokus
Am 19. Mai startet im Rahmen des Welt-CED-Tages („World IBD“) die Informations-Kampagne der Gastro-Liga.
Schwerpunktthemen des Aktionstages und der Kampagne:
- Bedeutung der Ernährung für Ausbruch und Verlauf chronisch entzündlicher Darmerkrankungen
- Realistische Therapieziele moderner medikamentöser Behandlungen und deren zeitlicher Verlauf
Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Ernährungsgewohnheiten einen Einfluss auf Entzündungsprozesse im Darm haben können. Besonders stark verarbeitete Lebensmittel (Ultra-Processed Foods, UPF) stehen zunehmend im Verdacht, entzündliche Mechanismen zu begünstigen. Gleichzeitig weisen Studien darauf hin, dass bestimmte Nahrungsbestandteile die Darmgesundheit stabilisieren können. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) umfassen verschiedene Krankheitsbilder, zu denen im wesentlichen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zählen. In Deutschland sind mehr als 400.000 Menschen von Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa betroffen.
Welche Bedeutung die neuen Erkenntnisse zur Ernährung für Menschen mit CED haben und welche praktischen Konsequenzen sich daraus für den Alltag ergeben, ist
ein zentrales Thema des Aktionstages am 19. Mai und der Kampagne „Chronisch entzündliche Darmerkrankungen 2026“.
Neben dem Einfluss der Ernährung stehen auch aktuelle Entwicklungen der medikamentösen Therapie im Mittelpunkt. In den vergangenen Jahren hat sich das Spektrum an verfügbaren Wirkstoffen deutlich erweitert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt daher auf der Frage, welche Therapieziele heute mit modernen medikamentösen Behandlungen erreichbar sind und wann eine Therapie geändert bzw. auch beendet werden kann.
Mit dem Aktionstag, der gleichzeitig der Auftakt einer bundesweiten Informationskampagne bis Ende des Jahres ist, macht die Gastro-Liga am 19. Mai, dem internationalen World Inflammatory Bowel Disease Day (Welt-CED-Tag), in Deutschland auf diese Erkrankungen aufmerksam und informiert über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und Behandlungsmöglichkeiten.
Unter dem Motto „CED: Entzündungshemmende / entzündungsfördernde Ernährung und aktuell erreichbare Therapieziele mit medikamentöser Therapie“ richten der Aktionstag und die Informationskampagne den Blick auf zwei zentrale Aspekte der modernen CED-Behandlung.
Betroffene, Angehörige und Interessierte können sich bundesweit bei Veranstaltungen, in Webinaren oder bei Telefonaktionen über chronisch entzündliche Darmerkrankungen informieren.
Magen-Darm-Tag Adipositas
12. Januar bis 31. Juli 2026
Magen-Darm-Tag Adipositas der Gastro-Liga
„Zuviel Gewicht! Was kann ich tun?“ – Start am 12. Januar 2026
Alles Wichtige für Betroffene – von Ursachen bis Behandlung
Übergewicht und Adipositas sind längst eine globale Herausforderung: Laut einer Studie aus dem Jahr 2022 leben weltweit über eine Milliarde Menschen mit Adipositas (starkem Übergewicht). Seit den 1970er-Jahren hat sich die weltweite Prävalenz nahezu verdreifacht. Prognosen gehen davon aus, dass bis 2035 1,9 Milliarden Menschen mit Adipositas leben.
Auch in Deutschland ist die Situation besorgniserregend: Rund 53 Prozent der Erwachsenen gelten als übergewichtig, etwa 23 Prozent als adipös. Viele Kinder und Jugendliche sind betroffen, etwa jedes sechste Kind ist übergewichtig oder adipös. Im Jahr 2021 wurden 7,8 Prozent aller Todesfälle in Deutschland auf Folgeerkrankungen der Adipositas zurückgeführt. Diese Zahlen machen deutlich: Adipositas ist kein ästhetisches Problem, sondern eine ernsthafte gesundheitliche Herausforderung, die Magen, Darm, Leber, Stoffwechsel, Herz-Kreislauf-System und das gesamte Wohlbefinden beeinflusst.
Adipositas betrifft nicht nur den Körper – viele Betroffene fühlen sich damit allein gelassen, oft auch im Arztgespräch. Jede*r Zweite vermisst Empathie, klare Informationen und gezielte Unterstützung bei Behandlung und Therapie. Betroffene sind Stigmatisierung in allen Lebensbereichen ausgesetzt.
Adipositas ist eine chronische Erkrankung, die durch genetische, psychologische und soziale Faktoren beeinflusst wird. Mit modernen Therapien, gezielter Prävention und einem aktiven Lebensstil lässt sich das Risiko von Folgeerkrankungen deutlich senken – und die Lebensqualität nachhaltig verbessern.
Möchten Sie mehr über die Entstehung, Prävention und Behandlung von Übergewicht und Adipositas erfahren – oder haben Sie Fragen zu Therapie- und Unterstützungsangeboten? Dann bietet die bundesweite Aktionsreihe zum Magen-Darm-Tag Adipositas vom 12. Januar bis 31. Juli 2026 die Gelegenheit zur Information.
Unter dem Motto „Zuviel Gewicht! Was kann ich tun?“ informieren und beraten Expertinnen und Experten der Gastro-Liga gemeinsam mit ihren Partnern, dem Kompetenznetz Adipositas und der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM), über Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und Strategien zur Vorbeugung. Die Angebote umfassen Vorträge, gemeinsame Seminare für Betroffene und Behandelnde, Fortbildungen, Hotlines und digitale Angebote – deutschlandweit, in Präsenz und online. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie gesunde Ernährung, ein aktiver Lebensstil und gezielte Therapien die Gesundheit und Lebensqualität nachhaltig verbessern können – abgestimmt auf die Bedürfnisse der Betroffenen.
