Der Verdauungsapparat – hochkomplex und sehr sensibel

Der Verdauungstrakt erstreckt sich vom Mund über die Speiseröhre, den Magen, den Dünn- und den Dickdarm bis hin zum After. Dabei hat jeder Teil seine ganz eigene Aufgabe beim Aufschluss der Nahrung und bei der Nährstoffaufnahme. Und: In jeder Phase dieses Prozesses können Störungen auftreten. Diese nehmen betroffene Personen oft als körperliche Symptome, wie zum Beispiel als Sodbrennen, Bauchschmerzen, Blähungen oder Stuhlveränderungen, wahr.

Jeder dritte Deutsche leidet unter wiederkehrenden Magen-Darm-Beschwerden. Häufig liegt dies an unseren Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten. Aber auch das Immunsystem, die genetische Veranlagung, die Einnahme von Medikamenten und psychische Faktoren verändern die Verdauungsleistung.

Fleißige Mikroorganismen im Darm

Entscheidend für eine gute Verarbeitung der aufgenommenen Nahrung sind die Verdauungsenzyme und das Mikrobiom. Letzteres besteht aus vielen kleinen Mikroorganismen, die den gesamten Darm besiedeln und den Körper bei der Nahrungszersetzung unterstützen.

Dabei hat jeder Mensch sein eigenes individuelles Mikrobiom, das von verschiedenen Einflussfaktoren abhängt. Dazu zählen zum Beispiel die Art und Weise, wie wir geboren wurden (auf natürlichem Wege oder per Kaiserschnitt), ob und wie lange wir gestillt wurden, ob und welche Medikamente wir einnehmen sowie unsere Lebens- und Ernährungsgewohnheiten.

Der Einfluss der Ernährung

Eine gesunde, ballaststoffreiche Ernährung fördert die Ausbildung eines gesunden Darmmikrobioms und schützt vor vielen Krankheiten. Eine mediterrane Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Ballaststoffen, wenig rotem und verarbeitetem Fleisch, wenig verarbeiteten, kalorienreichen Lebensmitteln und wenig Alkohol kombiniert mit viel Bewegung senkt zum Beispiel das Krebsrisiko.

Eine ungesunde Ernährung erhöht dagegen das Risiko für Krebs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen direkt und indirekt. So begünstigt der Konsum von zu viel Alkohol und rotem Fleisch zum Beispiel die Entstehung von Darmkrebs und anderen Krebserkrankungen. Viel kalorienreiches Essen und eine unausgewogene Ernährung kann zu Übergewicht führen – das ebenfalls mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko für verschiedene Krebsarten einhergeht.

Eine ungesunde Ernährung kann aber auch Einfluss auf die Entstehung von Nahrungsmittelallergien haben. Diese sollten allerdings nicht mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten verwechselt werden.

Unterschied zwischen Unverträglichkeiten und Nahrungsmittelallergien

Die am häufigsten auftretenden Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind die Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz), die Fruchtzuckerunverträglichkeit (Fruktosemalabsorption), die Kohlenhydratunverträglichkeit und die Histaminintoleranz.

Betroffene leiden nach dem Verzehr dieser Lebensmittel regelmäßig unter Symptomen, wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Übelkeit. Geringe Mengen dieser Substanzen werden jedoch häufig vertragen. Ursächlich sind hier zum Teil genetisch bedingte reduzierte Aktivitäten bestimmter Verdauungsenzyme und Transportproteine.

Im Gegensatz zu den Unverträglichkeiten können bei einer Nahrungsmittelallergie schon kleinste Mengen eines bestimmten Nahrungsmittels eine heftige und zum Teil lebensbedrohliche Reaktion der körpereigenen Immunabwehr hervorrufen. Die korrekte Diagnosestellung und das konsequente Vermeiden des Allergens sind die entscheidenden Schritte beim Umgang mit einer Nahrungsmittelallergie.

Der Magen-Darm-Tag 2021

Am 6. November richtet die Gastro-Liga e. V. in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. und dem Verein zur Förderung der Allergie- und Endoskopieforschung e.V. den Magen-Darm-Tag 2021 aus.

Ziel dabei ist es, der Bevölkerung fundierte und allgemein verständliche Informationen rund um das Thema gesunde Ernährung zu vermitteln. Im Mittelpunkt stehen zum einen der richtige Umgang mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Nahrungsmittelallergien und zum anderen das Mikrobiom und seine Bedeutung für die Verdauung und die Gesundheit

In Informationsveranstaltungen und Webinaren können Betroffene und Interessierte mehr über ernährungsbedingte Erkrankungen, ihre Diagnose und Therapie erfahren. Der Besuch der Veranstaltungen und Webinare ist kostenfrei.

Ergänzend zu den Veranstaltungen werden an vielen Orten telefonische Hotlines angeboten, bei denen medizinische Experten und Ernährungsfachleute zu den verschiedenen Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten Auskunft geben.

Im Zentrum der Veranstaltungen stehen folgende Themenkomplexe:

  1. Mikrobiom und gesunde Ernährung
  2. Spektrum der Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  3. Immunvermittelte Nahrungsmittelallergien
  4. Ernährungstherapeutische Interventionen

Ergänzend zu den Veranstaltungen werden von regionalen Experten telefonische Hotlines angeboten.

Hier finden Sie alle Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen und zu den telefonischen Hotlines.

Magen-Darm-Tag 2021

Mit freundlicher Unterstützung von

  • Dr. Falk Pharma GmbH, Freiburg i. Br.
  • Dr. Schär Deutschland GmbH, Ebsdorfergrund
  • Medice Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, Iserlohn
  • nutrimmun GmbH, Münster
  • STADA Consumer Health Deutschland GmbH, Bad Vilbel

 

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Kontakt

Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Krankheiten von Magen, Darm und Leber sowie von Störungen des Stoffwechsels und der Ernährung (Gastro-Liga) e.V.

Friedrich-List-Straße 13
D-35398 Gießen

Telefon: +49 (0)641 97 48-10
Telefax: +49 (0)641 97 48-118
E-Mail: geschaeftsstelle(at)gastro-liga.de

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